Rostkultur 2009

HOLZHAUSEN/ERFURT. 18 wackere Rennsteigläuferinnen und Rennsteigläufer machten sich am Sonnabendmorgen auf den Weg, um der Landeshauptstadt - und letztlich der ganzen Bundesrepublik - das Feuer zu bringen.

Gegen 7 Uhr in der früh ein unsicherer Blick in den Himmel. Die Sonne scheint, umrahmt von ein paar Wölkchen. Aufatmen. Nichts hatten die Veranstalter mehr gefürchtet, als dass die Veranstaltung sprichwörtlich ins Wasser fällt. Aber Petrus schien Bratwurstfan zu sein und ließ die Läufer trocken nach Erfurt laufen.

Kurz nachdem die Fackel in Holzhausen entzündet wurde, ging es auch schon schnellen Schrittes in Richtung Arnstadt. An der Liebfrauenkirche warteten auch schon der Arnschter Bierrufer sowie Bach höchstpersönlich auf die Athleten. Einen ordentlichen Vorrat an Arnstädter Bier gab man ihnen als Wegzehrung mit. Noch schnell ein kleiner Plausch zwischen Bratwurstkönig und Mätresse des Bierrufers, dann ging es auch schon wieder weiter auf Schusters Rappen.

Auf dem Gera-Radwanderweg machten die 18 Läufer und sechs Begleit-Radfahrer ordentlich Kilometer gut. In Molsdorf legte man eine kleine Rast bei Wasser, Bananen und isotonischen Getränken ein. Doch nicht zu lange still stehen, war die Devise, der Körper kühlt ansonsten zu sehr aus. So ging es die Gera weiter flussabwärts entlang mit dem Ziel: Landeshauptstadt.

Auf dem Erfurter Domplatz wurden sie auch schon begeistert empfangen. Michael Seever zündete als Probst Johann von Siebeleben den größten Kaminzuggrill der Welt an und läutete damit die Grillsaison ein. Hoch zu Ross ritten dann die Bratwurst-Majestäten auf den Domplatz. Der Bratwurstkönig Andreas I. dankte seinen flitzenden Untertanen und rief mit der Wurstkönigin Annett II. die Thüringer an die Roste zum Grillen. Lange Zeit musste man auf leckeres Grillgut verzichten, doch endlich kann wieder nach Herzenslust geschlemmt werden. Schirmherr der Rostkultur Dieter Althaus, konnte aus bekannten Gründen nicht vor Ort sein, dafür griff Sozialministerin Christine Lieberknecht zur Bratwurstzange. Am Stand des Holzhäuser Bratwurstmuseums kam es dann zum "Wurscht-Talk", bei dem die soziale Bedeutung der Rostbratwurst in Thüringen ausgiebig diskutiert wurde.

Damit die Roste nicht nur in Thüringen, sondern auch in der ganzen Bundesrepublik kräftig lodern, waren die verschiedenen Landesfleischerinnungen geladen. Sie trugen zum Veranstaltungsabschluss das Bratwurstfeuer in ihre jeweiligen Bundesländer.

Also dann, Grill gut!

Moritz PETERS

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