Bremer Bratwurstimpressionen

in verlängertes Wochenende in Bremen gab uns die Gelegenheit die Bremer Bratwurstkultur rund um den Weihnachtsmarkt zu beobachten. Bremen und Bratwurst haben zuerst einmal die ersten beiden Buchstaben gemeinsam. Die Ambivalenz zum Grundmaterial der meisten Bratwürste, dem Schwein, zeigt sich bereits am Eingang der Fußgängerzone in der Sögestraße. Söge ist der plattdeutsche Ausdruck für Sau - die Sögestraße war früher der Sauenweg. Hier haben die Bremer ihre Schweine hinaus aus der Stadt auf die Weiden getrieben. Heute erinnert daran nicht nur der Name, sondern auch eine Skulpturengruppe, die gleich am Anfang der Straße steht. Die Schweinegruppe aus Bronze gibt es seit 1974. Die damaligen Kaufleute haben sie der Stadt geschenkt. Der Künstler Peter Lehmann hat die Figuren geschaffen. Damit wollte er jedoch nicht nur die Sögestraße und ihre Geschichte dokumentieren, sondern auch das Treiben in der Fußgängerstraße symbolisieren.

Bremer Bratwurstimpressionen

Erster Bratwurststand war der Stand der Firma Stockhinger, des Bremer Lokalmadators, wenn es um Bratwürste geht. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es Rossbratwürste (Fa. Sonnenberg - Neuhaus), also Bratwürste vom Pferd, oberbayrische grobe Bratwürste und diverse andere Sorten. Der Weg führte uns dann zur Schlachte in der Bremer Altstadt, der historischen Uferpromenade an der Weser. Dort waren neben Wildschweinbratwürsten, solche vom Elch zu verkosten. Die Elchbratwurst besteht, nach Aussagen des Standpersonals aus 30% Elchfleisch und 70% Schweinefleisch. Im Bahnhofsgebäude gab es schließlich noch eine Bisonbratwurst, die als Wildrind-Rostbratwurst ausgezeichnet war. Insgesamt also eine beeindruckende Vielfalt an Bratwurstarten.

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